Lil Kim – Black Friday (ehemals kostenlos geplantes Mixtape – jetzt aber doch 9.99$)

Angeblich 113 Tausend verkaufte Mixtapes in 28 Stunden. WTF?!


Warning: Illegal string offset 'status_txt' in /www/htdocs/w00e3528/public_html/wp-content/plugins/share-and-follow/share-and-follow.php on line 1167

Warning: Illegal string offset 'status_txt' in /www/htdocs/w00e3528/public_html/wp-content/plugins/share-and-follow/share-and-follow.php on line 1167

Warning: Illegal string offset 'status_txt' in /www/htdocs/w00e3528/public_html/wp-content/plugins/share-and-follow/share-and-follow.php on line 1167

Gestern dachte ich noch, ich spar mir den Kommentar zu diesem Mixtape, aber heute twittert Lil Kim ein erstes Statement zu ihrem aktuellen Mixtape “Black Friday”. Und das hört sich folgender maßen an, und hat mich zu diesem ewig langen Text inspiriert – alles festhalten!: “Thanks to you guys!! #lilkimblackfridaymixtape sold 113,000 copies in 28 hours which made me the #1 seller on paypal ever =) !!! THANK U! RT”

Wow. 113 k verkaufte Mixtapes. Puh, das muss man erstmal verdauen. Vor allem angesichts der Tatsache, dass dieses Album eigentlich erst kostenlos unters Volk gebracht werden sollte.

Diverse amerikanische Onlinemedien, sowie Nicki Minaj herself hegen starke Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Information. Und es hört sich auch tatsächlich UNGLAUBLICH an. Aber wieso ist das eigentlich so unglaublich und was ist da überhaupt los?

Black Friday” ist die Manifestation einer mehr als langwierigen und öden Rapperinnen-Zickerei und das sieht man auch direkt am Cover. Hipnotized hat es bisher ganz erfolgreich geschafft, dieses sehr weibliche Kapitel des aktuellen Hip Hop Geschehens auszublenden. Zusammenfassend sei für alle Außenstehenden gesagt: durch ihre beständig asoziale, zickige und vor allem hartnäckige “Anblökerei” haben es Niki Minaj und Lil Kim geschafft, die amerkanischen (teilweise sogar weltweiten) HipHop-Medien und Fans in 2 Lager (Niki vs. Kim) zu unterteilen und ganz nebenher eine Menge kostenloser Publicity zu generieren.

Der Grund für den Beef ist ganz klassisch: undurchsichtig und mutmaßlich an den Haaren herbei gezogen. Nicht nur Foxy Brown fühlte sich angesichts solcher (unsinnigen, aber zahlreichen und kostenlosen) Schlagzeilen berufen, ihren Senf zu dem Clash der Hip Hop-Zeitalter abzugeben und hat sogar einen Track dazu veröffentlicht (der wie alles was mit dieser Geschichte auch nur entfernt zu tun hat: SCHLECHT ist).

Einerseits ist diese ganze Leier authentisch, ur-weiblich und typisch für unsere egozentrische und manchmal fast schon manische Szene, andererseits ist das öffentliche ‘Clashen’ auch mittlerweile zu so einer Art Marketing-Gag verkommen, der mich an ein Wrestlingevent erinnert und garantiert nicht frei von Inszenierung ist. Für Niki und Lil Kim ist die ganze Sache aber auf jeden Fall eins: ein wahr gewordener Traum. Die Fans, die per Twitter Partei ergreifen, die Medienpräsenz, die Schlagzeilen, die Interviews – himmlisch. All das hat sicher auch zu Niki Minaj’s durchschlagenden Billboard-Erfolg geführt. “Pink Friday” ist nämlich ganz ehrlich: zum kotzen schlecht und unerklärlich intensiv overrated. Natürlich sollte man vorziehen, NICHTS zu sagen, wenn man nichts Gutes zu sagen hat, aber der erreichte Platinstatus von “Pink Friday” kratzt an meiner Hip Hop-Persönlichkeit, ebenso wie an meiner Weiblichkeit. Und hier schließt sich leider der Kreis, denn Black Friday, das angeblich 113tausendfach verkaufte Lil Kim Mixtape… IST GENAU SO SCHEISSE wie Niki Minaj’s Pink Friday. MATCH.

Also Fazit: wenn Niki Minaj mit ihrem lächerlichen Pink Friday Platin geht, halte ich es zumindest nicht für unmöglich, dass Lil Kim mit einem genauso lächerlich schlechten Black Friday 113 Tausend mal 9.99$ einnimmt.

Alles an diesem Beef langweilt mich. Ehrlich gesagt habe ich Niki Minaj von der ersten Sekunde nicht leiden können und die gealterte Kim ist mir zunehmend unheimlich. Obwohl ich diesen weiblichen Artist lange Zeit sehr geschätzt habe, hat Kim es geschafft, sich selbst vollständig zu demontieren. Ich bedauere, dass ihr Comeback in diesem Zusammenhang stehen musste und ich bedauere, dass ihre Rhymes nicht besser, sondern eher schlechter als früher geworden sind. Vielleicht fällt das aber auch einfach mehr auf als damals, in den Zeiten in denen die Sachen von Kim wenigstens noch ordentlich produziert waren.

Insgesamt bleibt unterm Strich nur eins übrig: Verwunderung und absolutes Unverständnis, wieso ausgerechnet diese beiden Weiber so erfolgreich verkaufen, wenn es doch so viele bessere Alternativen für spontane Plattenkäufe gibt. Vor allem zur Zeit.

Related posts: